O Brother, Where Art Thou?
Originaltitel:
Regie: Joel Coen
mit George Clooney, John Turturro, Tim Blake Nelson u.a.
(USA 2000, 105 Min.)
Kettensträfling
Ulysses überredet den hitzigen Pete und den liebenswerten
Tölpel Delmer zur Flucht. Er verspricht ihnen einen Anteil an
einem Goldschatz, den er versteckt haben will. Auf ihrer Odyssee
begegnen sie einer Reihe skurriler Gestalten, u.a. einem
Musiker, der seine Seele dem Teufel verkauft hat, drei Sirenen,
einem cleveren Südstaatenpolitiker und einem berüchtigten
Bankräuber.
Die »Odyssee« als Inspiration für eine Ausbrecher-Komödie?
Warum nicht, dachten sich die Coen-Brüder (»Fargo«, »The Big
Lebowski«), schließlich ging es schon bei Homer um Flucht,
Umherirren und die Sehnsucht nach Heimkehr. Also führt nun
George Clooney als Ulysses Everett McGill eine Dreierbande von
Kettensträflingen an, die in der Depressionszeit durch das
ländliche Mississippi streunen und dabei eine Reihe
haarsträubender Abenteuer erleben. Ein visuelles Fest voll
teils gefälliger, teils wunderbar absurder Gags ist »O Brother
Where Art Thou?« geworden, in dem der Spaß, den die Darsteller
offensichtlich mit ihren Rollen hatten, stets als treibende
Kraft zu erkennen ist.
Der
neue Film der Gebrüder Coen ist ein skurriles Roadmovie durchs
ländliche Mississippi der dreißiger Jahre.